Tipps zum Matratzenkauf

Das richtige Bettmass

Bei der Länge der neuen Matratze gilt: Körpergrösse plus ca. 20 cm – sind Sie also deutlich über 1.80 m könnte ein Bett mit 210 cm oder 220 cm Länge ideal sein. Die Bettbreite sollte für ein Einzelbett 90 cm nicht unterschreiten. Doppelbetten, die von zwei Personen benutzt werden sollten in der Breite idealerweise mindestens 180 cm aufweisen. Allgemein gilt: Je mehr Platz, desto mehr Komfort.  

Die richtige Festigkeit

Jedes Material weist unterschiedliche Härteeigenschaften auf. Die Härtegrad-Unterteilungen fallen von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich aus und geben nur bedingt Anhaltspunkt über die Eignung für Körpergewicht oder Schlafpräferenzen. Es ist nahezu unmöglich allein auf Herstellerangaben beruhend die richtige Matratze zu finden. Probe liegen ist deshalb unerlässlich!  

Das richtige Material

Wasser, Luft, Kaltschaum, Visco-Schaum oder Latex? Da sind wir wortwörtlich beim (Matratzen-)Kern der Sache. Der Matratzenkern entscheidet über Festigkeit, Anpassungsfähigkeit, Druckentlastung und Stützeigenschaften - und somit über den Liegekomfort und die Liegequalität. In einer Kurzfassung beschreiben wir die Eigenschaften der verschiedenen Materialien:  

Wasser

Das anpassungsfähigste aller Materialien. Perfekte Druckentlastung, automatische korrekte anatomische Lagerung durch das hydraulische Prinzip. Durch die regulierbare Wärme erreicht man das optimale persönliche Schlafklima. Die Festigkeit ist mit der Wassermenge jederzeit veränderbar. Und bei heutigen Wasserbetten gehört das Schaukeln der Vergangenheit an. Voraussetzung dafür ist, dass man sich für ein Qualitätsprodukt wie Aqua Dynamic entscheidet!  

Luft

Das flexibelste aller Materialien. Per Knopfdruck innert Sekunden stufenlos von soft bis fest den Liegekomfort verändern. Körperzonen sind in unterschiedlichen Härten einstellbar. Das kann nur ein qualitativ hochwertiges Luftbett wie das airbed 2000.   

Kaltschaum oder HR-Schaum

Der Begriff «Kaltschaummatratze» allein ist noch kein Qualitätsversprechen. Erst ein hohes Raumgewicht, die Profilierung mit Körperzonen und die Kombination mit Naturmaterialien im Matratzenbezug machen ein Qualitätsprodukt aus. Die Vorteile eines qualitativ hochwertigen Matratzenkernes aus Kaltschaum sind eine gute Punktelastizität, eine hohe Lebensdauer und ein gute Wärmeisolation. Beispiele qualitativ hochwertiger Kaltschaummatratzen:

Viskoelastischer Schaum

Viskoelastische Matratzen unterscheiden sich deutlich von anderen Schaumstoff-Matratzen, wobei auch hier wesentliche Qualitätsunterschiede auszumachen sind. Auch hier gilt: je höher das Raumgewicht desto hochwertiger der Schaumstoff. Der Viskoschaum passt sich leicht zeitverzögert wie eine Form dem Körper an. Man modelliert sich also seine Matratze jedesmal neu, wenn man zu Bett geht. Nach dem verzögerten Einsinken liegt man in seiner Form und geniesst ein Gefühl völliger Druckbefreiung und Entspannung. Durch Zusammenstellung verschiedener Schichten im Matratzenkern können ganz unterschiedliche Liegegefühle erreicht werden. Es lohnt sich also verschiedene Visco-Matratzen zu vergleichen. Unser Sortiment an viskoelastischen Matratzen:

Boxspring / Federkern

Boxspringbetten sind «in». Dabei spielt zurzeit hauptsächlich das Design die entscheidende Rolle. Doch sind angesichts eines komfortablen und gesunden Liegekomforts hauptsächlich die inneren – auf den ersten Blick nicht ersichtlichen  Werte wichtig. Ein hochwertiges Boxspringbett sieht nicht nur gut aus sondern bietet ein luxuriöses und äusserst komfortables Liegen. Durch die vielen Taschenfedern wird eine hervorragende Punktelastizität und damit Körperanpassung erreicht und man profitiert zusätzlich von einer optimal durchlüfteten Matratze. Federkernmatratzen kann man auch auf ganz konventionellen Lattenrosten geniessen – es muss nicht immer ein komplettes Boxspringbett sein. Mehr zu Boxspringbetten erfahren Sie hier:

Latex

Latex zeichnet sich durch seine hohe Punktelastizität aus. Man unterscheidet zwischen Naturlatex und synthetisch hergestelltem Latex wobei sich der natürliche von den positiven Eigenschaften her deutlich vom synthetischen abhebt. Von aussergewöhnlicher hoher Qualität ist der sogenannte Talalay-Latex, der neben speziellen Rezepturen auch durch ein einzigartiges Herstellungsverfahren eine maximale Dauerhaftigkeit und optimale Elastizität auszeichnet. Talalay- Latex wird in der Matratze roviva dream-away air latex verwendet.  

Der passende Systemrahmen

Nicht umsonst spricht man von Bett- oder Schlafsystemen. Die Matratze allein macht wohl den grössten Anteil der Liegequalität aus. Dennoch ist der Systemrahmen (auch Lattenrost oder Einlegerahmen genannt) ein wichtiger Bestandteil. Ein abgenutzter Lattenrost kann die beste Matratze in eine Hängematte verwandeln, wenn die Stützkraft von unten fehlt. Aus diesem Grund empfehlen wir in den meisten Fällen ein komplettes System, bestehend aus Matratze und Systemrahmen.

Der Begriff «Systemrahmen» wird verwendet um darauf hinzuweisen, dass bei hochwertigen Schlafsystemen Matratze und Rahmen aufeinander abgestimmt sind. Das heisst beispielsweise, die Belüftungskanäle der Matratze verlaufen direkt über den Zwischenräumen der Federleisten damit eine optimale Belüftung stattfinden kann. Auch die Matratzenzonen, wie beispielsweise die Schulterzone, werden durch entsprechende Schulterabsenkungen im Systemrahmen unterstützt.

Gleichzeitig muss ein hochwertiger Systemrahmen aber auch flexibel und variabel in den Einstellungsmöglichkeiten sein. Höhenverstellbare und härteregulierbare Federleisten oder punktgenau verstellbare Tellerrahmen unterstützen den Körper zonengerecht und lassen die Eigenschaften der Matratze erst richtig zur Entfaltung kommen. Nur so kann der maximal mögliche Liegekomfort erreicht werden.

Wir stellen Ihnen in kurzen Worten die beiden Unterfederungs-Systeme vor, die wir hauptsächlich verwenden:

Der Lattenrost

Typisch für den konventionellen Lattenrost sind Querlatten aus Holz oder bei weiterentwickelten Systemen Latten aus hochelastischen und trotzdem formstabilen Kunststoffen wie zum Beispiel Glasfaser. Hier gibt es diverse Qualitätsunterschiede, die auf den ersten Blick nicht ersichtlich sind.

Um einen guten Stützeffekt zu erreichen sind die Latten vorgespannt, das heisst, die Latten wölben sich leicht gegen die Bettmitte. Die Holzlatten sollten mehrfach verleimt sein um eine gute Langlebigkeit zu erreichen.

Genauso wichtig die die Beschaffenheit der Latten selbst ist die Befestigung am Längsholmen. Hier entscheidet sich die Anpassungsfähigkeit und die Variabilität der Einstellungsmöglichkeiten. Bei günstigen Modell werden die Latten starr mit dem Längsholmen verbunden. Hochwertigere Modell sind flexibel gelagert und bieten diverse Einstellmöglichkeiten um eine exakte Körperanpassung zu ermöglichen.

Die Einteilung in Liegezonen wirkt sich ebenfalls positiv auf eine ergonomisch korrekte Liegeposition aus. Besonders wichtig ist dabei ein hochflexibles Schultersegment, das ein Absenken der Schulter in der Seitenlage ermöglicht. Die Mittelzone sollte in der Härte variabel einstellbar sein um den persönlichen Bedürfnissen im Lordosebereich Rechnung zu tragen. 

Der Teller-Rahmen

Eine neuere Entwicklung der Unterfederung stellt der Tellerrost dar. Dabei werden auf stabilen Querlatten einzelne flexible Federungselemente platziert. Diese Federungselemente zeichnen sich durch eine dreidimensionale Anpassungsfähigkeit aus und ermöglichen eine noch besser Belüftung der Matratze von unten.

Die Teller sind nicht nur nach oben / unten flexibel sondern ermöglichen auch eine Drehung in alle Richtungen. Damit wird die Anpassungsfähigkeit wesentlich verbessert.

Ein entscheidender Unterschied zum Lattenrost ist die Möglichkeit, punktuelle Veränderungen der Festigkeit vornehmen zu können. Dazu lassen sich die einzelnen Teller in der Härte verstellen, in dem der Federweg begrenzt wird. 

Wie bereits oben beschrieben sind die Matratzen auf die jeweiligen Lattenrost-Systeme optimiert. Es macht deshalb immer Sinn, den zur Matratze passenden Lattenrost zu verwenden. Bei beiden Systemen sind Ausführungen mit Verstelloptionen erhältlich – manuell oder automatisch.

Automatisch verstellbare Systemrahmen haben noch immer das Image vom Spital-Bett. Selbstverständlich sind individuelle Höheneinstellung von Kopf-, Rücken- oder Fussteil für Menschen mit vorübergehenden oder dauerhaften körperlichen Einschränkungen besonders geeignet. Älteren Personen kann beispielsweise das Aufstehen erleichtert werden. Aber auch alle anderen können von den individuellen Einstellmöglichkeiten profitieren. Denken Sie nur daran, wie komfortabel es ist im Bett zu lesen, wenn das Rückenteil hochgestellt ist und man sich nicht Bergen von Kissen zu helfen versuchen muss. Auch Fernsehen im Schlafzimmer ist heute weitverbreitet. In einem Beratungsgespräch finden wir gemeinsam die passende Ausführung für Sie – sei es nun manuell verstellbar, automatisch verstellbar oder ganz ohne Verstellmöglichkeit. 

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